Der Magier und der Dämon

Oft komme ich mir vor, wie wenn ich gegen Dämonen kämpfe… wenn sich meine eigenen inneren Schatten zeigen, Angst sich breit macht, mir die Kraft raubt und mich lähmt.

Genau dann nämlich, wenn ich mich gerade in einer für mich sehr unangenehmen, schwierigen Situation in meinem Leben befinde. Was ich mir in den letzten Jahren aufgebaut habe in meinem Leben, in meiner Partnerschaft, wird geprüft, hinterfragt und verändert sich. Ich werde gebeutelt, geschüttelt, tief erschüttert und ich habe manchmal das Gefühl ich falle tief und kann mich an nichts mehr festhalten, was mir im Außen Sicherheit geboten hat. Wie gerne würde ich dann etwas im Außen ändern und alles ist wieder gut… eine kindliche Hoffnung… ein verletztes Kind, das gerne hätte, dass durch das liebevolle Küsschen von der Mama auf das aufgeschlagene Knie sofort alles wieder heil ist.

Die Chance liegt im AlleinSein

Leider entspricht das nicht der Realität… das Spiegelbild frisieren ist nicht sinnvoll um die eigenen Haare in Ordnung zu bringen. Und manchmal gibt es Situationen im Leben, da werden wir auf uns Alleine zurückgeworfen.

Es zeigen sich meine Schatten, „Dämonen“ und tiefe Verletzungen, dass mich die aufkommenden Emotionen unverhofft überrollen wie ein dunkles, am eben noch blauen Himmel, überraschend aufkommendes Gewitter und mich der Donner und die Blitze bedrohlich umgeben und mit sich zu reißen drohen. Heulend, betend, hoffend, schreiend, wütend, hilflos, verletzt, von Angst gebeutelt, zitternd, … fühle ich mich in diesen Momenten alles andere als ein lichtvoll strahlendes geliebtes Wesen.

Der Magier und der Dämon

Ich fühle mich so wie Gandalf der Graue Magier in einer Szene von „Herr der Ringe“, in der er sich in den dunklen Minen von Moria einem Dämon aus uralten Zeiten stellen muss, obwohl dieser offensichtlich übermächtig ist. Selbst der laute Ruf des Zauberers „du kommst hier nicht vorbei“ und dessen Wirkung ist nur von kurzer Dauer, denn als der Feuer-Dämon schon zurück in die Schatten fällt, schaffte er es, ein letztes Mal seine Feuerpeitsche zu benutzen und Gandalf somit in die scheinbar unendliche Tiefe zu ziehen.

„Vom tiefsten Verließ bis zum höchsten Gipfel kämpfte ich gegen den Balrog von Morgoth. Bis ich zuletzt meinen Feind niederwarf und seine Hülle gegen die Seite des Berges schmetterte. Dann umfing mich Dunkelheit und ich irrte umher ohne Gedanken und Zeitgefühl. Über mir zogen die Sterne dahin und jeder Tag war so lang wie ein Lebensalter auf der Erde. Doch es war nicht das Ende…“

Es bleibt mir nichts Anderes übrig, als mich diesem „Dämon“ – der Situation oder den Emotionen voll und ganz hinzugeben, sie durchzulassen und hoffen, dass ich irgendwie überlebe… in der Hoffnung, dass es der Liebe dient. Der Liebe zu mir Selbst, mir Selbst ein Stück näher zu kommen. Ein kleines Stück heiler zu sein. Ganz zu Sein. Vertrauen, dass sich klar zeigt, was in mir mich noch daran hindert, mich unendlich zu lieben. Was transformiert werden will. Gnadenlos. Schonungslos. Was ans Licht gebracht werden will. Was gehen darf und was neu gelebt werden will.

Es fühlt sich bei Gott nicht leicht an, nicht freudvoll oder lichtvoll.
Es fühlt sich Scheiße an, bedrohlich, dunkel und Furcht einflößend.
Kein Stein scheint mehr auf dem anderen zu bleiben, kein Halt und keine Sicherheit.

Alles andere als ich gedacht habe, dass sich Liebe anfühlt… und das ist genau der Punkt. GEDACHT habe.

Denken ist nicht Lieben.

Genau in so einer Lebenssituation, in der ich mich allein gelassen fühle, verzweifelt fühle, verletzt fühle, wütend fühle, ohnmächtig fühle… zeigt sich exakt das, was von mir Selbst noch nicht liebevoll betrachtet wird. Zeigt sich das, was noch umarmt, gesegnet, geheilt, geliebt werden will. In dieser Situation, in der ich mich scheinbar schon am Boden befinde, darf ich jeden Widerstand, jede Erwartung, jede Vorstellung von Liebe, von dem was sein soll, sein muss, sein wird… aufgeben, loslassen… einfach lieben was jetzt ist. Was sich jetzt zeigt. Was jetzt losgelassen werden will, liebevoll gehen lassen. Absolute Hingabe, fallen lassen und Annehmen, was ist. Lieben was ist.

Die Lösung liegt in mir

Erkennen was ins Licht gebracht werden will. Was gelebt werden will. Was geliebt werden will… Bedingungslos. Im Außen wird mir schmerzhaft gezeigt, was ich an mir und in mir noch ablehne… wo ich mich Selbst noch für klein und schwach halte… wo ich erwarte, dass mich wer anderer liebt, anstatt mich selbst zu lieben. Wo ich glaube, ich brauche dieses oder jenes oder den Mann oder die Frau… wo ich mich abhängig gemacht habe.

Der Schmerz ist schonungslos und zeigt genau die eigenen Selbstzweifel, den eigenen Mangel an Selbstliebe, auf die eigenen begrenzenden Illusionen oder die Freudlosigkeit in meinem Leben.

Wie ein starker heller Scheinwerfer zeigt beleuchtet der Schmerz meine eigenen Schatten und bringt die verborgenen Schätze ins Licht. Und der Scheinwerfer zeigt nie auf die Umstände, die Situation oder die Anderen, er zeigt immer und gnadenlos in mich… in mein Innerstes. Damit ich Innehalte und in mich schaue. Mein eigenes Licht auf mich richte. Damit das endlich heilen darf, was so lang im Dunkeln lag.

Damit fundamentale Heilung geschehen darf. Damit Liebe fließen darf. Damit ich endlich ich sein darf. Damit ich heilen darf und kraftvoll, freudvoll, liebevoll das Leben selbstbestimmt und frei in mir spüren darf.

Heilung in mir

Und die Erlaubnis dafür erteilt mir niemand anderer außer ICH SELBST. Die Verantwortung dafür hat niemand anderer als ICH SELBST. Die Freiheit wieder JA zum Leben zu sagen, erteilt mir niemand anderer, außer ICH SELBST. Die tiefe Liebe zu mir, gibt mir niemand anderer, außer ICH SELBST.

ICH sage JA zu mir

ICH liebe MICH

ICH BIN FREI

(2016-04-11, Martin Haderer, http://www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)

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Die Schatzsuche

Die Schatzsuche

Was für ein wunderbarer Schatz sich oft hinter der Angst, dem Schmerz, der Wut und der Hilflosigkeit verbirgt. Und der Weg muss durch diese Emotionen führen, sonst könnten wir nicht unterscheiden was wahrhaftig ist und was Ego.

Oft ist die Liebe leise und unscheinbar verborgen hinter dem lauten, ungestümen und beängstigenden Geschrei des Egos oder der Ängste.

Und dann ist es meine Aufgabe mich auf die Reise durch die Dunkelheit zu machen… mich meinen Ängsten zu stellen… diesen liebevoll anzuerkennen… zu bejahen… zu mir nehmen… ihnen Ausdruck verleihen und gelten zu lassen. Nicht zu wissen was am Ende dabei heraus kommt… ob die Reise gut ausgeht oder nicht… voller Vertrauen darauf, dass immer das Allerbeste für mich, für mein Wachstum, für meine Heilung, für meine Seele geschieht.

Auch wenn es sich in der Situation, in der ich von Emotionen geschüttelt und gebeutelt werde, ganz und gar nicht so anfühlt. Augen auf… Herz auf und durch!… Bremsen lösen und mit voller Geschwindigkeit die Talfahrt antreten… denn umso ungebremster die Talfahrt, desto schneller geht es wieder bergauf.

Dran bleiben… Ängste transformieren… auflösen… erkennen was dahinter steht… was erlöst werden will und darf… für welche Erkenntnis und für welchen Schritt genau jetzt die Zeit reif ist… vertrauen und dankbar sein… auch wenn es grad scheiß weh tut oder mich fast verrückt macht.

Ich stelle mich meinen Drachen, die Gift, Galle und Feuer spucken… und ich nutze die Energie, wieder ein Stück tiefer in mich zu spüren und zu schauen… mich zu erkennen… meine Wunden zu heilen.

Das Geschenk liegt tief verborgen… oft wie bei Goldgräbern, die tagelang meter tief durch Geröll, Schlamm und Erde graben, um schließlich ein paar Körnchen Gold zu finden. Welches zuerst gründlich gereinigt und gewaschen werden muss.

Liebe entsteht aus Liebe

So ähnlich ist es mit der Liebe, die oft im Verborgenen liegt und entdeckt werden will… liebevoll gereinigt von alten Verletzungen und Erfahrungen… gesäubert von Erwartungen… entschlackt von Glaubenssätzen, Schuldgefühlen, … und dem ganzen emotionalen Müll, der sich darüber abgelagert hat.

Und dann… gereinigt und geklärt… hat sie Raum und Luft zu wirken… bekommt Licht und entfaltet sich auf wunderbare Weise und oft unerwartet… wie eine zarte Knospe auf einem Zweig, die sich in der warmen Sonne öffnet… immer ein bisschen mehr… und sich zur Blüte entfaltet… ihren Duft verströmt und Bienen anlockt… die sie bestäuben und letztendlich zur süßen Frucht reifen lassen, die wiederum in sich den Kern… die Liebe trägt… aus der neues Leben… ein neuer Baum… neue Blüten… neue Früchte… entstehen können.

So wächst aus Liebe noch mehr Liebe.

Es ist unsere Aufgabe, die Liebe zu befreien und ihr genügend Raum und Licht zu geben in unserem Leben.

(2016-03-20, Martin Haderer, www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)

 

Mehr noch…

Mehr noch (Text: Gilbert Soukopf)

 Ich sitze manchmal da und warte auf ein Wunder
Obwohl sich doch ständig die Welt um uns verändert
Jeden Tag bescheint die Sonne eine neue Welt bringt Lebenslicht
Und ich sitz einfach da mein Gott und sehe das alles nicht
Diese wunderbare Welt voller Berge Wälder Meer und Strand
Kühlem Regen heißem Wüstensand habe so viele schöne Dinge erlebt gesehen
Es wäre so einfach zu verstehen

Was will ich mehr noch immer mehr noch
War das bisher doch alles nicht genug
was denn mehr noch

Ich steh jetzt auf und geh da raus
seh mir alles an als wär´s das erste Mal
Jedes Lächeln jedes Wort
was im Augenblick passiert
Ist das Leben
und es besteht aus großen Wundern voller Licht
Ich bin ein Teil davon
steh vor dem Spiegel und schau in mein Gesicht

Und endlich sehe ich alles klar enträtselt voller neuer Ziele
Stell meine Uhr auf Null
und ein Silberstreif am Horizont sagt mir es gibt so viele

Endlich spüre ich mein Paradies
Tränen die ich vor Freude weine
Ich spüre meine Zeit die ich vorher bekämpfte
voller ungeträumter Wünsche
Ich spüre ein Stück Zukunft
gefundenes spätes Glück
Es ist ein großer Sieg voller neuer Möglichkeiten
bin im großen Spiel zurück

Und endlich sehe ich alles klar enträtselt voller neuer Ziele
Stell meine Uhr auf Null
und ein Silberstreif am Horizont sagt mir es gibt so viele

Mehr noch
Immer mehr noch
Es ist nicht schwer doch
So wie bisher läufst du nur deinem Traum hinterher
Es gibt mehr noch
Viel viel mehr noch

Wasch deinen Glauben im Regen
Sollst dich nach vorne bewegen
Musst in deinem Leben dir selber vergeben

Und mehr noch…

(Dieser wunderbare, kraftvolle und inspirierende Text stammt von Gilbert Soukopf und ist als Lied auf seiner aktuellen, im Handel erhältlichen, CD „Gilbert unplugged – Mehr noch…“ zu finden.)

(2016-03-10, Martin Haderer, www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)

Der erlöste König

Was bedeutet es König zu sein für uns Männer?

Der Archetyp des Königs in seiner reifen Form steht für Stärke, Sicherheit, Verantwortung, wohlwollende Strenge, Anerkennung der Anderen, Präsenz, Kraft und Verbundenheit mit sich und seinem Reich.

In der noch zu transformierenden Form ist der Mann schwach, herrschsüchtig, tyrannisch, … und darf seine innere Macht durch Erfahrung, Erkenntnis und Selbstreflexion noch erwecken.

Inspiriert durch persönliche Erfahrungen der letzten Monate möchte ich diesen Artikel dem erlösten König widmen und all den Männern, die – so wie ich auch – am besten Weg sind, sich dorthin zu entwickeln.

Ich lade dich ein, diese Zeilen mit höchster Achtsamkeit und Wohlwollen zu lesen und tief in dir zu spüren. Nur für dich. Ohne Wollen und ohne Erwartung. Atme tief ein und spüre dich. Nimm dich bewusst wahr in deiner ganzen Pracht und Herrlichkeit.

Der König in Dir

Stell dir vor du bist ein König. Voller Kraft, voller Wohlwollen, mit beiden Beinen auf der Erde stehend, präsent und verbunden.

Der König ist von edler, kraftvoller Statur, er steht aufrecht und bewegt sich elegant. Seine Augen sind klar und glänzen funkelnd vor Wachheit und Begeisterung. Er trägt die Verantwortung für sich und sein „Volk“. Er spricht Dinge ehrlich an, ist sich selbst treu und vor allem ehrlich zu sich selbst.

Der König weiß um seine Stärken und Schwächen. Er hat in die dunklen Ecken von sich selbst geblickt, die Schatten erkannt und sich seinen Ängsten gestellt. Er geht liebevoll mit seinen Emotionen um, auch wenn diese sich manchmal mit aller Vehemenz zeigen wollen. In dem Fall nimmt er sich die Zeit, seinen Gefühlen Raum zu geben und Ausdruck zu verleihen und ist sich auch nicht zu gut, seine Gefühle anderen zu zeigen. Wenn es ihm seine Intuition zeigt, nimmt er auch Hilfe von anderen an oder lässt sich beraten.

Der König tritt für das ein, was ihm wichtig und wertvoll ist. Er kennt seine inneren Werte und handelt danach. Auch wenn es ungewöhnliche, neue Handlungen sind, bleibt der König seinem Weg treu.

Der Weg zum König

Er hat sich als Prinz viel Zeit für sich und seine Entwicklung genommen, um sich zu erkennen, sich auszuprobieren – mutig Wege zu gehen, die vielleicht noch kein anderer beschritten hat – Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen – herauszufinden was er will und was er nicht will.

Auf dem Weg vom Jungen zum Mann – vom Prinzen zum König – wurden Körper, Geist und Seele gestärkt und er hat erkannt, dass ein Gleichgewicht seiner Qualitäten ausschlaggebend für sein Wohlbefinden und sein Glück ist.

Der König lässt sich inspirieren von der Natur und von Weisen, er ist offen für neue Denkansätze und probiert vieles aus. Er kennt die Naturgesetze und nutzt das Wissen zum Wohl aller Beteiligten.

Der erlöste König ist zugleich ein befreiter Mann, der sich seiner Selbst, seiner Kraft, seiner Männlichkeit, seiner Ausstrahlung, seiner Wirkung bewusst ist und er setzt seine Energie, sein Charisma sehr achtsam, liebevoll und bedacht ein. Er muss niemandem etwas beweisen, schon gar nicht sich selbst.

Der erlöste König hat ein großes lebendiges Herz. Er ist einfühlend und er schenkt einer Königin Achtung, Wertschätzung, Respekt, Präsenz und Aufmerksamkeit.

Liebevoll, demütig und dankbar verbeugt er sich vor der weiblichen Energie der Königin, die ihn berührt und heilt. Er ist Mann genug, um sich dieser Energie hingeben zu können und in erlösenden, nährenden Austausch mit der Energie der Königin zu gehen, denn er weiß, dass dieser Austausch von Mann zu Frau, von König zu Königin, von Herz zu Herz, von Seele zu Seele, … zutiefst heilend ist.

Möge der König in dein Leben treten, mit all seiner Kraft und seiner Liebe.

(2016-02-20, Martin Haderer, www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)

Danke für die Inspiration zu dem Artikel an Enjoya und Ulli.

Einen interessanten Artikel über die innere Königin findet sich im Blog:
http://www.dalea-frausein.at/blog-news/koenigin-entdecken

Ruhe und Kraft

Beginne tief durchzuatmen

Du musst nichts tun und nichts beweisen.
Wem willst du es recht machen – Dir oder unserem Vater?
Unser Vater liebt dich – unendlich

Werde ruhig und atme – Sei – Jetzt

Denn nur der Augenblick ist es,
den dein Herz zu erfassen vermag.

Lass los – den Verstand, der dir trügerisch vorgaukelt,
was sein müsste oder sein wird.
Nichts muss und nichts wird

Alles ist – im Jetzt

Atme – ein und aus – sanft und fließend –
ohne Wollen – ganz natürlich.

Je mehr du atmest, desto ruhiger wirst du –
desto mehr verbindest du dich mit dem Leben,
das genau JETZT ist.

Spüre in dich – was nimmst du wahr?

Hast du den Mut, dich los zu lassen?

Dich fallen zu lassen und vom Ego empor zu steigen
In das Sein.

Wo du nichts bist und doch Alles bist.
Schon immer warst und immer sein wirst.

Absolut verbunden, weil du erkennst, dass
es dich nicht gibt. Sondern nur Alles.

Tiefe Ruhe und Kraft durchströmen dich.
Du bist durchwoben von heilendem, liebendem Licht,
das durch dich strömt und von dir ausstrahlt.

Nichts müssen. Nichts wollen. Nichts glauben.
Nur Sein. Reines Sein.

Darin liegt die Kraft. Unsere Schöpferkraft. Das ist unsere Quelle.

Labe dich an dieser Quelle. Trinke aus ihr. Große Schlucke.
Fülle dich auf und lass dich durchströmen.

Hier darfst du Sein.

Verbunden Sein. Kreativ Sein. Heil Sein. Liebe Sein.

Und es ist gut. Es ist gut einfach zu Sein.

Sein Sein sein. Nur dies.

So sei es.

(2016-02-16, Martin Haderer, www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)

Urvertrauen

Wir Alle kommen bei unserer Geburt hier auf Erden nackt und hilflos an. Wobei: wieso hilflos? Wir sind als neugeborener Mensch absolut angebunden an unsere Schöpferenergie und voller Urvertrauen. Was daran ist hilflos? Ist es nicht eher so, dass wir im Laufe der Jahre durch unsere Erziehung, Sozialisierung und viele andere Einflüsse zunehmend hilflos werden, weil wir uns immer mehr von diesem Urvertrauen entfernen? Ein Neugeborenes drückt direkt die Bedürfnisse aus, die es in dem Moment hat. Da gibt es noch kein „was wäre wenn“ und „wenn…dann“. Es ist etwas unangenehm oder tut weh und das wird meist durch weinen ausgedrückt. Es ist etwas angenehm, dann wird dies durch Ruhe oder Zufriedenheit ausgedrückt. Wer schon einmal ein kleines Baby im Arm gehalten hat und sich ganz darauf eingelassen hat, weiß wieviel spürbare Ruhe, Liebe, Vertrauen und wieviel Lebenskraft durch dieses kleine Menschenkind fließt. Unweigerlich sind dieses Urvertrauen und diese bedingungslose Liebe, die uns allen mitgegeben wird, wahrnehmbar.

Urvertrauen und bedingungslose Liebe

Urvertrauen und bedingungslose Liebe sind unsere Geburtsgaben. Jeder Mensch bekommt sie als Geschenk des Himmels mit auf dieser Erde. Warum vergessen wir das mit zunehmenden Alter?

Wäre unser Leben, unsere Beziehungen, unsere Gesellschaft, unsere Welt nicht einfacher und reicher, wenn wir uns nur an diese beiden Gaben erinnern würden und diese wieder bewusst leben?

Als junger Mensch lernen wir leider sehr früh, dass wir etwas leisten müssen um geliebt zu werden. Das wir brav sein müssen, ruhig sein müssen, angepasst sein müssen, funktionieren müssen, so und so sein müssen, damit wir dieses und jenes bekommen. „Liebe durch Leistung“ „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ lernen wir allerspätestens mit Eintritt in die Schule, wenn nicht schon früher durch unsere Eltern.

Da gibt es so Glaubenssätze und Prägungen wie „man darf sein Kind nicht zu viel verwöhnen“ oder „man muss es rechtzeitig auf die Realität vorbereiten – das Leben ist ja auch kein Honigschlecken“ und viele andere „Schmankerln“ die ohne echte und von Herzen kommende Überprüfung nach Sinnhaftigkeit von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

Oder ebenso wirkungsvolle (wie sinnlose) Erziehungsmaßnahmen, Verbote und Gebote, die „von Institutionen, Politiker, Priestern dazu benutzt werden, um dem Menschen die Urkraft der Liebe und das Urvertrauen auszutreiben, um ihn schwach zu halten und als Arbeits-Sklaven gefügig zu machen“ wie es Osho treffend ausdrückt. So vergessen wir sehr rasch woher wir kommen, was unsere Wurzeln und unsere Grundenergie war und ist! Dabei wäre es so einfach „Babies kann man nicht verwöhnen und auch nicht zu viel lieben, sondern nur ihr Urvertrauen stärken“. Das funktioniert jedoch nur, wenn sich auch deren Eltern dieser Herzensenergie bewusst sind.

„Unfreiheit ist der Ruf der Seele nach Urvertrauen“

Eine der Auswirkungen dieser frühen „Liebe durch Leistung“ Prägung ist, dass wir irgendwann in unserem Leben als erwachsener (oder besser erwachender) Mensch zu dem Punkt kommen, wo wir uns unfrei oder gefangen fühlen. In unsere Partnerschaft, im Job, in unserem Alltag, … irgendwann kommt für jeden (hoffentlich) früher oder später die Erkenntnis: „da läuft irgendetwas schief“. Wenn wir dann den Mut haben ehrlich inne zu halten und unsere Werte und Glaubenssätze schonungslos hinterfragen, kommen wir schnell zu dem Schluss, dass es uns nicht an Freiheit mangelt, sondern in Wahrheit an Vertrauen… es ist dieses tiefe Urvertrauen, das uns fehlt!

Ja zum Leben sagen

Die gute Nachricht ist: das Vertrauen ist nicht verschwunden! Es ist lediglich nicht in unserem Bewusstsein als Grundwert unseres Lebens fest verankert.

Die zweite gute Nachricht: sich dieser Grundenergie wieder bewusst anzuschließen ist recht einfach.

Die Schlüssel sind Dankbarkeit für das was ist und ein klares bewusstes „JA zum Leben“!

Wären wir nicht viel freier in unseren Gefühlen, in unseren Entscheidungen und in unseren Handlungen, wenn wir voller Liebe und Vertrauen durchs Leben gehen?

Mein Vorschlag ist, frei nach Herbert Grönemeyer „legt die Welt in Kinderhände“ und damit meine ich im übertragenen Sinne, uns bewusst daran zu erinnern, dass wir als neugeborener Mensch nichts leisten mussten um zu lieben und geliebt zu werden. Und uns war gleichgültig wer unsere Eltern waren, wieviel Geld und welchen Beruf sie hatten oder welches Auto sie fuhren. Wir haben voller Vertrauen geliebt.

Erinnern wir uns wieder daran, wie dieses Gefühl war, als Baby liebevoll gehalten, geliebt zu werden und vertrauensvoll zu lieben.

JETZT, als erwachsener Mensch, kann ich mir dieses Gefühl der Geborgenheit selbst schenken, indem ich mir selbst bewusst liebevoll begegne, dem Leben vertraue und mich selbst in den Arm nehme, bis ich still und ruhig werde…nur meinen Atem wahrnehme und mein Herz schlagen höre… dann beginnt etwas zu strömen und es macht sich ein warmes Gefühl von Liebe und Urvertrauen breit und durchflutet mich.

(2016-02-07, Martin Haderer, www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)

Mein besonderer Dank geht an Claudia und an Ulli. Ihr habt mir die Inspirationen für diesen Artikel geschenkt.

Hier bin ich (Gebet/Meditation)

Geliebter Vater, hier bin ich.
Aufrecht und still in mir,
lasse ich mich atmen.

Geliebter Vater, hier bin ich.
Frei und ohne Wollen,
gebe ich mich hin.

Geliebter Vater, hier bin ich.
Leer und frei von mir,
lasse ich mich durchströmen.

Geliebter Vater, hier bin ich.
Offen und leicht
lasse ich mich führen.

Geliebter Vater, hier bin ich.
Präsent und wach,
lasse ich mich berühren.

Geliebter Vater, hier bin ich.
Mensch auf deiner Erde
lege ich mein Leben voll Vertrauen in deine Hände.

Geliebter Vater, hier bin ich.
Dein Kind bewusst und geliebt,
lasse ich mich ganz in deine Arme fallen

(2016-01-31, Martin Haderer, www.ganz-frei-selbst-bewusst-sein.com)